Zurück nach Nigeria

Nach 15 Jahren geht es zurück in das Land, wo ich meine Wurzeln habe. In ein Land, das die romantische Geschichte einer jungen Journalistin schreibt, die sich in einen Mann verliebt, der sie einige Jahre später verlassen wird. Zurück in ein Land, das durch Medien unterentwickelt und barbarisch dargestellt wird. In meinem Kopf schwirren Fragen, mein Magen zieht sich seit Tagen krampfartig zusammen und ich könnte mich vor Aufregung übergeben. Ich fliege zurück in ein Land, das ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen habe. Meine Erinnerungen daran sind verblasst. Doch obwohl ich seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in Nigeria war, ist es dennoch Heimat für mich. „Zurück nach Nigeria“ weiterlesen

KINKY WORDS | Letter to my black brothers

Es ist eines meiner ersten Gedichte. Genau deswegen habe ich eine besondere Bindung dazu und möchte den ein oder anderen Gedanken dazu hier festhalten. In Zukunft werde ich versuchen der Versuchung zu widerstehen, denn Ihr sollt Euch schließlich selbst Gedanken machen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Männer afrikanischer Herkunft in westlichen Ländern einen ganz eigenen und andersweitig brutalen Kampf führen: Mit sich selbst und mit der Gesellschaft. Beide Geschlechter sind Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt, da müssen wir uns nichts vormachen.

Aber wie ist es denn, wenn man als dunkelhäutiger Mann regelmäßig willkürlich von der Polizei angehalten wird? Wie ist es denn, wenn die alte Dame in der Bahn den Platz wechselt, sobald man sich setzt? Wie ist es denn, wenn man abends unterwegs ist und eine junge Frau nur nach dem Weg fragen will, sie aber denkt man wolle sie vergewaltigen? Wie ist es denn, wenn man hart für seinen ehrlich verdienten Audi gearbeitet hat, aber die Polizei denkt er sei geklaut?
Es ist ein Kampf, der für uns nur schwer vorstellbar ist. Er wird im Hintergrund ganz ohne mediale Aufmerksamkeit ausgetragen, denn nur so kann alles unter den Teppich gekehrt werden: Unrechte Schuldzuweisungen, willkürliche Polizeikontrollen und herablassende Bemerkungen.

An meine schwarzen Brüder dort draußen, denen Unrechtes auf Grund ihres äußeren Erscheinungsbilds geschieht: Bleibt stark, bleibt Eurer Herkunft und Euch treu. Ihr seid wunderschön und ich schätze jeden einzelnen von Euch. Here you go:

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