fashion On my mind

Regelstudienzeit oder Lebenserfahrung?

Die "unbedingt einzuhaltende" Regelstudienzeit hat mich mit einem Highfive ins Gesicht zurück ins Bett geohrfeigt. Aber keine Panik, im Gegenteil: Ergreift Gelegenheiten.

Mein Vater sagt immer, die Studienzeit sei die freiste und entspannteste Zeit im Leben eines jungen Menschen. Wilde WG-Parties oder Clubnächte, aufstehen wann man möchte, viele spannende Leute – wir können die Liste beliebig fortsetzen. Einzige Regel: Nicht das Studieren vergessen. Nachts wird sich, wie die großartigen deutschen Dichter und Denker es einst taten, ins „Studierzimmer“ zurückgezogen und bis zur Morgenröte ein Meisterwerk getippt, das vielleicht sogar der Ewigkeit standhält. Bevorzugterweise am Schreibtisch, nicht im Bett liegend mit einer Packung Nachos. Wenn möglich, dann bitte auch nur ein Meisterwerk aus Überzeugung und nicht gleich acht Arbeiten, die unstrukturierter als Werke der Postmoderne sind (beispielsweise das Werk „La Jalousie“ von Alain Robbe-Grillet). Schlechtes Zeitmanagement, würd ich mal sagen. Oder vielleicht doch ein todlangweiliger Studiengang, den man nur belegt hat um „studiert zu haben“? Falls es Letzteres ist: quit whatever you are doing and start with something you absolutely love.

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Kommt Euch euer schlechtes Zeitmanagement in die Quere, dann: Stop. Einatmen, ausatmen. Das ist in Ordnung, es passiert den Besten von uns. Wird es zur Gewohnheit, sollte man sich allerdings Fragen warum. Die Antwort auf das Warum gibt es gratis, wenn man tief in sich blickt und die eigene Person reflektiert. Have fun.
In meinem Fall hat mich die unbedingt einzuhaltende Regelstudienzeit mit einem Highfive in mein Gesicht jeden Morgen zurück ins Bett geohrfeigt. So viele Verpflichtungen, so wenig Zeit – wir bleiben heute lieber nochmal im Bett und holen den Stoff der letzten Sitzung nach. Man ist nicht weniger erfolgreich, weil man neun statt sieben Semester studiert. Das hat mir zumindest das letzte Sommersemester gezeigt. Von meinen geplanten sieben Kursen habe ich Vier im Laufe des Semesters geschmissen – my bad. (Side note: Die übrigen drei habe ich mit 1,7 and above bestanden, cheers to that).

As long as you do something to get to your destination, it doesn’t matter how much time you need. Everything has it’s time.

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Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gesammelt habe, waren jeden geschmissenen Kurs wert. Ich brauchte sie, denn erst danach habe ich mich bereit für den nächsten Schritt gefühlt. Von meiner Zeit in Nigeria bishin zu meinem ersten Mal als Teil einer Kampagne, der erste Urlaub mit meinem Freund, der Einblick in Londons panafrikanische Community. Thank God, I did all that.  Manchmal sind wir Blind für die Gelegenheiten, die das Leben uns schenkt. Es gibt Dinge, die kann man nicht aufschieben. Es gibt Erfahrungen, die man vielleicht nie wieder machen kann. Genau solche Momente müssen wir wieder lernen zu erkennen. Wir müssen wieder mehr Leben; aufhören Emotionen nur digital durch Emojis mitzuteilen; oder einfach spontan nach Berlin fahren, um einem Traum nachzujagen.  // Cliffhanger

Wie sieht’s bei Euch aus: Seid Ihr noch in der Regelstudienzeit? Wenn nein, stört es Euch oder geht Ihr locker durch’s Studium?

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